Wandervogel: Die demokratischen Bewegungswurzeln

Von der Wandervogel-Bewegung bis zur befreienden Pädagogik

Hundert Jahre im Bewusstsein von Aufbruch und Selbstorganisation

Vor hundert Jahren? Da waren Kaiser und Könige, Adel und Leibeigenschaft, Dienstboten und Industrie-Arbeit, und das VATERland schlitterte in einen "schnellen" Krieg gegen Frankreich, denn sie glaubten den Regierenden im August und September 1914: "Weihnachten sind wir wieder daheim!"

 

wie das 1870 / 71 gewesen war, als man "schnell die Franzosen ausplünderte" und mit dem Geld die stolzen Stadtviertel der "Gründerzeit" hochzog, die kleinen überfüllten Herbergen wegräumte, in allen großen Städten entstanden "Franzosenviertel" wie in Haidhausen, wo ein hier unehelich geborenes Kind später zum Kommunisten wurde: Hans Beimler, der aus dem KZ Dachau entkam und darüber schrieb, später im spanischen Befreiungskampf fiel.

 

Juni 2015 landete ich im Rahmen einer europäischen Fortbildung GROWL im Archiv der Wandervogel-Bewegung auf Schloß Ludwigstein, die mich, nach etlichen anderen Recherchen wie zu Hans Scholl, zu den folgenden Vignetten anregte. Die Baustelle wächst noch weiter, für Anregungen und Kritik danke ich im Voraus, viel Vergnügen, Fritz Letsch.

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Das Geburtshaus von Hans Beimler, der als Kommunist aus Dachau fliehen konnte und darüber ein Buch schrieb

Aus grauer Städte Mauern ... zieh'n wir durch Wald und Feld

Zur Jahrhundertwende um 1900 war eine kleine Bewegung angewachsen, die als Wandervogel zwar immer romantisch betrachtet, aber wenig in ihrer Wirkung vermittelt wurde.

 

Es gab damals traditionell immer schon "fahrendes Volk", aber das war meist beruflich bedingt, als Händler und Handwerker, doch nun fuhren plötzlich 1896 die Jugendlichen in größerer Anzahl los, trampten auf Ochsen- und Pferdefuhrwerken und wanderten "ins Blaue", wohin die Wege führen mochten, und versuchten in den Sommermonaten das Leben in Wald und Feld, redeten von Demokratie und sangen andere Lieder, als sie in den Burschenschaften, den schlagenden Verbindungen der Studierenden neben Saufen bis zum Umfallen und Rauchen im Kreise der "Alten Herren", die hier ihren Nachwuchs rekrutierten, üblich waren.

 

Nationales war ja erst im Wachsen, die vielen deutsch-sprachigen Länder waren noch nicht so lange im Kaiserreich vereint, militärischer Drill und monarchischer Schwulst prägte Gymnasien und Studium, wie Heinrich Mann sehr schön beschrieb: Der Untertan (wikipedia). 

 

Am 18.1. abends in der Sendlinger Kulturschmiede Daiserstr. 11 als Vortrag in der Revolutionswerkstatt des plenumR

 

WEITERLESEN: fairmuenchen.de/wandervogel

Di

09

Dez

2014

Akademie der Geflüchteten

 Wer den Weg nach Europa geschafft hat, hat nicht nur mehrfache Kompetenzen des Überlebens und der kulturellen Anpassung, er bringt auch eine Grundbildung und einen Wunsch nach Europa, nach Deutschland mit.


Das können wir ernst nehmen, und wenn die dümmlichen Abwehr-Haltungen der Vergangenheit verteidigenden Regenten verklingen, kann eine Akademie der geflüchteten Menschen das Wissen untereinander austauschen.

 

Was in Hamburg als Kunstprojekt startete, eine "Silent University" für die Menschen, die nach unseren perversen Gesetzen der Abschreckung nicht arbeiten dürfen, kann im Prinzip in jedem Winkel ähnlich beginnen: Der Deutsch-Trainings-Manie entkommen und die eigene Lern- und Lehrfähigkeit wieder entdecken, eigene Gebräuchlichkeiten und mitgebrachte Kulturen,

Modelle wie  http://paulo-freire-akademie.wikispaces.com und http://seniorenakademiemuenchen.wikispaces.com stehen für eine schnelle Schulung und Start zur Verfügung.

 

Die Silent University erschließt den Wissensschatz akademischer

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Mi

16

Apr

2014

Aufnahme von Flüchtlingen, Anlernen & Beschäftigung in München in neuen Projekten entwickeln

Es gibt schon viele gute Ansätzen und Projekte, die jeweils für bestimmte Zielgruppen wirksam sind, wie zB die Schlau-Schule mit vielen Ehrenamtlichen, (auf facebook) und Flüchtlingsräte, Betreuende und Helfende um die Unterkünfte ... aber wir brauchen noch mehr Übergänge in eine lebenswerte Gemeinschaftsform.

 

Was mir im Moment vorschwebt, ist ein Lebens- und Wohnprojekt,

wie es in der Gegensprechanlage auf Radio Lora München 92,4 am 2.Mi im Monat am 9.4. im Radio-Gespräch entstanden ist: Interessierte finden ein grösseres gemeinschaftliches Wohnprojekt, bieten dort ihre Dienste und die Aus- und Fortbildung zu Sprachen, Berufsorientierung, Handwerken, Fähigkeiten (Abau im Garten, Kochen, Gastgewerbe, ...) etc. an und bieten statt isolierter Unterkunft die Fähigkeiten des alltäglichen Zusammenlebens.

 

Ein Ort zum Weiterdenken kann samstags 15- 20?h das Künstler- Cafe in der Ehrenbürg-Strasse sein,

die für den Erhalt des Gebäudeensembles Ehrenbürgstr.9, des Zwangsarbeiterlager 1942/43 - 1945 einsetzen,

(vorher vereinbaren, Cafe ist noch nicht auf der Website)

 

einer die Veranstaltung am 12. Mai ab 19:00 Uhr im Bayerischen Landtag, Maximilianeum, Konferenzsaal: 

Flüchtlingsdramen stoppen! Für eine humanitäre Flüchtlingspolitik in Bayern und Europa Melden Sie sich hier direkt an.

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Die Toscana, im Bild oben das damalige Refugium von Gustl Angstmann, ist eine neue gemischte Gesellschaft geworden: Nördliche Zuwanderung suchte die Sonne

Die Eile ist das Gegenteil von Genuß und Qualität

In den modern erscheinenden Strukturen von Konkurrenz und Wettbewerb gehen die alten tragenden Fundamente von Familie, Gemeinde und Nachbarschaft immer mehr verloren: Sie brauchen Pflege und Ruhe, gemeinsame Zeit des Geniessens.

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