WAS ist Demokratie?

Als das Kulturreferat der LandesHauptstadt #München nach unseren intensiven Vorbereitungen in der ersten Revolutions-Werkstatt mit dem Buchtitel für das gemeinschaftliche Programm herauskam, waren manche erst enttäuscht: Was ist Demokratie?
Unsere Räte-Hoffnungen waren doch so viel größer ....

WAS ist Demokratie? Ein paar Jahre Vorarbeiten, zwei Jahre Arbeitsgruppen, Archiv-Arbeit, Gruppen-Gespräche, offene Plenumstreffen, Presse-Vorstellungen, Lesungen, Revolutions-Gespräche, Vorträge, ein koordinierender Sprecherrat, Werkstätten Revolution und Räterepubliken: Wie wuchs die Beteiligung gegen alle alten Obrigkeiten? Ideen der Demokratie gegen "göttliche Monarchie", kirchliche Kriegstreiberei, Vaterlandsgedöns ...

Was ist Demokratie?

In der Zwischenzeit haben wir begreifen müssen, dass die Frage in den meisten Veranstaltungen zwar berührt, aber selten so angesprochen oder gar beantwortet wurde, dass auch gute Gespräche daraus wurden. Dass vor allem der Begriff nicht klar war, und schon gar nicht die Ideen-Geschichte: Sie ist ja noch viel älter, 1848 schon gefordert, nur in der Schweiz in Ansätzen verwirklicht ...

Gespräche als Wert der Veranstaltung

Aus den alten Zeiten ist die Hoffnung auf neue Erkenntnisse der Vortragenden überliefert, und Andacht auf diverse Konzerte und Predigten scheinen üblich. Werkstatt-Gespräche sind in der Veranstaltungs-Kultur der meisten Vereine noch Vorträge mit Diskussion, also ohne erwartbare gemeinsame Folgen.

Zwischen den Fronten der Ideen zu streiten, könnte sehr fruchtbar sein, doch gingen die Vorurteile in den Szenen um, die uns einmal SPD-Nähe unterstellten (nehmen Geld vom Kulturreferat) oder zur Linken Partei rechneten (Mitveranstaltende Rosa-Luxemburg-Stiftung / Kurt-Eisner-Verein) aber auch anarchistische Beliebigkeit oder kommunistische Agitation (manche alten Historiker).

Dialogische Formen einüben

kann durch theatrale Veranstaltungen und Re-Enactments zwar angeregt, aber auch enttäuscht werden: Sobald eine Bühne geschaffen ist, wer sind wir dann? Kommen wir aus einer Spiel-Rolle zu Alltags-Verhalten? Alte Texte und Verhältnisse darstellen, kann einen Eindruck machen, aber wenn die anschließenden "Räte" nur Kleinigkeiten des Alltags ändern wollen, statt an die wirklichen kritischen Fragen von Armut und Reichtum zu gehen, von Privilegien und Subventionen, von Klima-Katastrophen und unserer (fehlenden) Vorsorge ...

ausführlich weiter in : http://raete-muenchen.de/was-ist-demokratie

 

  • democraticArts - democraticArts https://www.democraticarts.org/
    democraticArts ist ein Künstlerkollekitv, das gesellschaftsrelevante und soziale Themen mit künstlerischen Mitteln untersucht, sie kritisch hinterfragt und dann ...

 

Kunst der Demokratie? - fairmuenchen

 

Wandervogel: Die demokratischen Bewegungswurzeln

Von der Wandervogel-Bewegung bis zur befreienden Pädagogik

Hundert Jahre im Bewusstsein von Aufbruch und Selbstorganisation

Vor hundert Jahren? Da waren Kaiser und Könige, Adel und Leibeigenschaft, Dienstboten und Industrie-Arbeit, und das VATERland schlitterte in einen "schnellen" Krieg gegen Frankreich, denn sie glaubten den Regierenden im August und September 1914: "Weihnachten sind wir wieder daheim!"

 

wie das 1870 / 71 gewesen war, als man "schnell die Franzosen ausplünderte" und mit dem Geld die stolzen Stadtviertel der "Gründerzeit" hochzog, die kleinen überfüllten Herbergen wegräumte, in allen großen Städten entstanden "Franzosenviertel" wie in Haidhausen, wo ein hier unehelich geborenes Kind später zum Kommunisten wurde: Hans Beimler, der aus dem KZ Dachau entkam und darüber schrieb, später im spanischen Befreiungskampf fiel.

 

Juni 2015 landete ich im Rahmen einer europäischen Fortbildung GROWL im Archiv der Wandervogel-Bewegung auf Schloß Ludwigstein, die mich, nach etlichen anderen Recherchen wie zu Hans Scholl, zu den folgenden Vignetten anregte. Die Baustelle wächst noch weiter, für Anregungen und Kritik danke ich im Voraus, viel Vergnügen, Fritz Letsch.

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Das Geburtshaus von Hans Beimler, der als Kommunist aus Dachau fliehen konnte und darüber ein Buch schrieb

Aus grauer Städte Mauern ... zieh'n wir durch Wald und Feld

Zur Jahrhundertwende um 1900 war eine kleine Bewegung angewachsen, die als Wandervogel zwar immer romantisch betrachtet, aber wenig in ihrer Wirkung vermittelt wurde.

 

Es gab damals traditionell immer schon "fahrendes Volk", aber das war meist beruflich bedingt, als Händler und Handwerker, doch nun fuhren plötzlich 1896 die Jugendlichen in größerer Anzahl los, trampten auf Ochsen- und Pferdefuhrwerken und wanderten "ins Blaue", wohin die Wege führen mochten, und versuchten in den Sommermonaten das Leben in Wald und Feld, redeten von Demokratie und sangen andere Lieder, als sie in den Burschenschaften, den schlagenden Verbindungen der Studierenden neben Saufen bis zum Umfallen und Rauchen im Kreise der "Alten Herren", die hier ihren Nachwuchs rekrutierten, üblich waren.

 

Nationales war ja erst im Wachsen, die vielen deutsch-sprachigen Länder waren noch nicht so lange im Kaiserreich vereint, militärischer Drill und monarchischer Schwulst prägte Gymnasien und Studium, wie Heinrich Mann sehr schön beschrieb: Der Untertan (wikipedia). 

 

Am 18.1. abends in der Sendlinger Kulturschmiede Daiserstr. 11 als Vortrag in der Revolutionswerkstatt des plenumR

 

WEITERLESEN: fairmuenchen.de/wandervogel

Di

09

Dez

2014

Akademie der Geflüchteten

 Wer den Weg nach Europa geschafft hat, hat nicht nur mehrfache Kompetenzen des Überlebens und der kulturellen Anpassung, er bringt auch eine Grundbildung und einen Wunsch nach Europa, nach Deutschland mit.


Das können wir ernst nehmen, und wenn die dümmlichen Abwehr-Haltungen der Vergangenheit verteidigenden Regenten verklingen, kann eine Akademie der geflüchteten Menschen das Wissen untereinander austauschen.

 

Was in Hamburg als Kunstprojekt startete, eine "Silent University" für die Menschen, die nach unseren perversen Gesetzen der Abschreckung nicht arbeiten dürfen, kann im Prinzip in jedem Winkel ähnlich beginnen: Der Deutsch-Trainings-Manie entkommen und die eigene Lern- und Lehrfähigkeit wieder entdecken, eigene Gebräuchlichkeiten und mitgebrachte Kulturen,

Modelle wie  http://paulo-freire-akademie.wikispaces.com und http://seniorenakademiemuenchen.wikispaces.com stehen für eine schnelle Schulung und Start zur Verfügung.

 

Die Silent University erschließt den Wissensschatz akademischer

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Mi

16

Apr

2014

Aufnahme von Flüchtlingen, Anlernen & Beschäftigung in München in neuen Projekten entwickeln

Es gibt schon viele gute Ansätzen und Projekte, die jeweils für bestimmte Zielgruppen wirksam sind, wie zB die Schlau-Schule mit vielen Ehrenamtlichen, (auf facebook) und Flüchtlingsräte, Betreuende und Helfende um die Unterkünfte ... aber wir brauchen noch mehr Übergänge in eine lebenswerte Gemeinschaftsform.

 

Was mir im Moment vorschwebt, ist ein Lebens- und Wohnprojekt,

wie es in der Gegensprechanlage auf Radio Lora München 92,4 am 2.Mi im Monat am 9.4. im Radio-Gespräch entstanden ist: Interessierte finden ein grösseres gemeinschaftliches Wohnprojekt, bieten dort ihre Dienste und die Aus- und Fortbildung zu Sprachen, Berufsorientierung, Handwerken, Fähigkeiten (Abau im Garten, Kochen, Gastgewerbe, ...) etc. an und bieten statt isolierter Unterkunft die Fähigkeiten des alltäglichen Zusammenlebens.

 

Ein Ort zum Weiterdenken kann samstags 15- 20?h das Künstler- Cafe in der Ehrenbürg-Strasse sein,

die für den Erhalt des Gebäudeensembles Ehrenbürgstr.9, des Zwangsarbeiterlager 1942/43 - 1945 einsetzen,

(vorher vereinbaren, Cafe ist noch nicht auf der Website)

 

einer die Veranstaltung am 12. Mai ab 19:00 Uhr im Bayerischen Landtag, Maximilianeum, Konferenzsaal: 

Flüchtlingsdramen stoppen! Für eine humanitäre Flüchtlingspolitik in Bayern und Europa Melden Sie sich hier direkt an.

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Die Toscana, im Bild oben das damalige Refugium von Gustl Angstmann, ist eine neue gemischte Gesellschaft geworden: Nördliche Zuwanderung suchte die Sonne

Die Eile ist das Gegenteil von Genuß und Qualität

In den modern erscheinenden Strukturen von Konkurrenz und Wettbewerb gehen die alten tragenden Fundamente von Familie, Gemeinde und Nachbarschaft immer mehr verloren: Sie brauchen Pflege und Ruhe, gemeinsame Zeit des Geniessens.

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